Elemente der Leistungsdaten-Governance in Studium und Lehre an Hochschulen: Management-Strukturen, Leistungsindikatoren und Datenschutz


Thematik und Zielsetzung

Die Qualität von Bildung und Hochschulbildung wird in zeitgenössischen Wissensgesellschaften als wesentlicher Faktor der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen, also nachhaltigen, Entwicklung begriffen. Entsprechend sind Studium und Lehre als basaler Leistungsbereich der Hochschulen anzusehen. Zugleich ist die Bewertung der Qualität von Studium und Lehre viel schwieriger als in anderen Leistungsbereichen wie zum Beispiel Forschung und Third Mission. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von der Heterogenität der Studierenden über die Komplexität von Lernprozessen bis hin zu den Schwierigkeiten, Lernergebnisse (learning outputs) und den Lernzugewinn (learning gain) überhaupt messbar zu machen.

Umso mehr ist eine systematische Erschließung der nachhaltigen Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre erforderlich. Ein wichtiger perspektivischer Ansatz besteht hierbei im Leistungsdatenmanagement auf der Grundlage von Leistungsindikatoren. Hochschulen verfolgen damit ihren grundsätzlichen Bildungsauftrag, der auf folgenden drei Hauptzielen beruht: Persönlichkeitsbildung; Vermittlung akademischer Kenntnisse und Methoden; Vermittlung von Kenntnissen und Vermögen, die zur Berufsausübung befähigen.

In dieser Weiterbildungsveranstaltung werden wichtige Elemente der Leistungsdaten-Governance in Studium und Lehre an Hochschulen auszugsweise vorgestellt und diskutiert. Dazu zählen Governance-Richtlinien für das Leistungsdaten-Management (Performance Data Governance and Management Policy), ein umfassendes Set an Leistungsindikatoren für Studium und Lehre sowie ein ethischer Verhaltenskodex für den Umgang mit Leistungsdaten. Die vorgestellten Komponenten wurden u.a. im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Sustainable Quality Enhancement in Higher Education Learning and Teaching“ (SQELT) entwickelt, das von evalag koordiniert wurde. Zehn Partnerinstitutionen aus dem europäischen Hochschulraum sind daran beteiligt (Partnerländer: Belgien, Deutschland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Vereinigtes Königreich).

Grundlegende Ziele des Workshops sind, einen Einblick in die Elemente der Leistungsdaten-Governance in Studium und Lehre an Hochschulen zu geben und für die Komplexität der Thematik zu sensibilisieren. Vor diesem Hintergrund sollen die Teilnehmer_innen ihr Grundverständnis der Ziele, Funktionen und Möglichkeiten von Leistungsdaten-Management in Studium und Lehre inklusive des Nutzens von Leistungsindikatoren und der zu beachtenden Datenschutzregelungen reflektieren bzw. weiterentwickeln.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich vorrangig an Mitarbeiter*innen, die für das hochschuleigene Leistungsdatenmanagement verantwortlich sind, den derzeitigen Stand kritisch reflektieren und den nächsten Schritt in Richtung einer Weiterentwicklung gehen wollen. Zudem richtet er sich an Personen, die sich generell mit der Entwicklung von Leistungsindikatoren und der Weiterentwicklung des hochschulischen Qualitätsmanagements in Studium und Lehre beschäftigen.

Keywords

Datenschutz | Leistungsdaten-Governance | Leistungsindikatoren für Studium und Lehre | Qualitätsmanagement | Qualität in Studium und Lehre

Referent_innen 

Prof. Dr. Dr. Theodor Leiber, evalag
wissenschaftlicher Referent, Abteilung Wissenschaftsförderung

Viola Küßner, evalag
Referentin Abteilung Beratung, Evaluation und Organisationsentwicklung



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Ort und Zeit

evalag
M7, 9a-10, 68161 Mannheim

16. Juli 2020, 10:45 bis 17:00 Uhr

Referent_innen
Prof. Dr. Dr. Theodor Leiber und Viola Küßner evalag

Teilnahmegebühr
250 €
190 € (Ermäßigter Preis baden-württembergische Hochschulangehörige)

Ansprechpartner_in

Viola Küßner
Tel. ++49 (0)621.128545-54
kuessner(at)evalag.de

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